Sonntag, 2. Januar 2022

die Kunde von Goethes Wiederkehr

 
 Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!
 

Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,
Da ist alles dunkel und düster;
Und so siehts auch der Herr Philister.
Der mag denn wohl verdrießlich sein
Und lebenslang verdrießlich bleiben.

Kommt aber nur einmal herein,
Begrüßt die heilige Kapelle!
Da ists auf einmal farbig helle,
Geschicht und Zierrat glänzt in Schnelle,
Bedeutend wirkt ein edler Schein.
Dies wird euch Kindern Gottes taugen,
Erbaut euch und ergötzt die Augen!

 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


*****
 
Gemalte und gezeichnete Kunstwerke haben die Eigenart, daß sie in einem passenden und eigens für sie angefertigten Rahmen besser erfasst werden. Daher geht nun der Blick kurz und geschwind zurück auf das vergangene Jahr, um die dortigen freilaufenden Syncs für das Gesamtbild einzufangen und dieses zu formen, das sich jedoch seinerseits wiederum in einem natürlichen und fortwährenden Entwicklungsprozess befindet.

 Ich lade Dich nun ein, verehrter Leser, auf eine Reise in die Welt von Sync, welches näher betrachtet, sich als ein sehr mysteriöses Phänomen darstellt. Und zuweilen sich sogar zu einem Monstrum entwickelt, einen verfolgt und nicht mehr losläßt. In letzter Konsequenz ist Sync wohl eines der aufregendsten und spannendsten Naturphänomene, die man erleben kann.

So ergab sich via Sync ein Bild, das von Goethes Wiederkehr kündet.
Und wie in Goethes obigem Eingangsgedicht ist es mehr gemaltes Glas denn Bild, durch das der Blick in die weite Welt von Phantasie und Gedanken entschwindet.
 
Der Beobachter ist Teil des Bildes und in hohem Maße mit diesem in Verbindung. Hier grüßt die Quantenphysik, die in Deutschland entscheidend ihren Anfang nahm.
Beobachtung beeinflusst die Wirklichkeit.

 Daher mag ein jeder etwas anderes und nur für sich selbst bestimmtes durch jenes gemaltes Fenster schauen und erkennen...

 
Der junge Johann Wolfgang von Goethe mit einem Scherenschnitt, entstanden um das Jahr 1776.
 

 
*****
 
Der Rahmen wird gesetzt.

Vor genau einem Jahr entstand während der Rauhnächte der Sync-Artikel die Zauberorgel. Die Zauberorgel erzählt vom Jakobsweg, Sphärenmusik und kosmischer Harmonie. Dort findet man auch Albrecht Dürers Bild der Apokalypse des Johannes. Das Bild enthält dabei zwei Kapitel aus der Johannesoffenbarung. Das 20. und 21. Kapitel beschreibt den Übergang vom dunklen ins lichte Zeitalter.

 

Während hier im Vordergrund das 20. Kapitel zu schauen ist, in dem zuerst das Böse eingesperrt wird, um später dann freigelassen zu werden um auf der Erde ihr Unwesen zu treiben, erkennt man im Hintergrund das 21.Kapitel, wo ein Engel dem Johannes das Neue, das himmlische Jerusalem zeigt. 

Vögel kreisen über dem Neuen Jerusalem!

Das Böse muß sein Unwesen auf Erden treiben, damit das Böse erkannt wird, um es anschließend zu erlösen. Es für immer irgendwo wegzusperren ist nicht sonderlich hilfreich.

Mit dem Begriff Neues Jerusalem ist der Himmel auf Erden gemeint.

Zu bemerken ist hier, daß der Himmel wohl am selben Ort entsteht, wo das Böse erlöst wird!

 Im Zauberorgel Artikel mehrten sich die Hinweise auf eine energetische Schwelle zwischen 20 und 21, an der sich merklich die Qualität ändert.

Genau in der Mitte des Jahres 2021 ereigneten sich Synchronizitäten, von denen ich zum Teil schon berichtet habe. Auch eine deutliche temporäre energetische Anhebung war zu spüren. Die etwas komplexeren Zusammenhänge möchte ich hier in diesem Artikel wiedergeben. Wiederum unterstützt und getragen von der Magie der Rauhnächte.

Während die Zauberorgel den Leitmotiven Mozart und "so langsam wie möglich" folgt, und sich dabei als überaus umfangreiches Endprodukt ergab, so richtet sich nun in diesem Artikel die Aufmerksamkeit auf Johann Wolfgang von Goethe.

Goethe, der große deutsche Dichterfürst genießt weltweit allergrößte Wertschätzung. Und doch ist sein literarisches Erbe nur die halbe Wahrheit, eine Seite der Medaille. Seine ganze Größe und sein universelles Genie sind verborgen. Hier dürfte in Zukunft Ausgleich erfolgen. So will es die Natur.

Dieser Bericht soll zeigen, was das Phänomen Sync dazu verkündet.

Mozart und Goethe wirkten zur selben Zeit und trafen sich dabei wohl nur einmal, wie in der Zauberorgel bereits berichtet.

Goethe war nachhaltigst von Mozart beeindruckt. In Goethes Funktion als Theaterdirektor zu Weimar war die Zauberflöte die meist gespielte Oper. 

 Goethe und seine Fortsetzung der Zauberflöte.


Nun da der Rahmen gesetzt, wird das Bild gemalt.


*****


nichts im Übermaß!

 

Diese Lebensphilosophie fand sich erstaunlich oft während meiner Goetheforschung und begrüsste den Suchenden am Eingang des Orakels zu Delphi, gleich neben dem weitaus berühmteren Erkenne Dich selbst.

 
Delphi ist Mutter Erde geweiht.
 
Folgendes Bild zeigt eine Pythia, die Hohepriesterin und Seherin in Delphi, während ihrer Verbindung mit Erdenmutter Gaia.

 
Hier ist wunderbar der emporströmende Geist von Mutter Natur dargestellt.
Die Pythia wird hier geistig in den Himmel empor gehoben, von wo sie aus Bilder und Visionen empfängt.
 
 
Nichts im Übermaß, durchaus ein prägendes und bereits jetzt erkennbares Leitmotiv für die laufende Luftepoche.

Und auch ich folge dem Motiv, indem ich mich auf das Wesentliche konzentriere und bemerke soeben zu meiner eigenen Überraschung einen noch umherirrenden und wilden Sync von 2021. Dieser entkam wohl meinem Lasso der Aufmerksamkeit! Oder aber er ist unbemerkt aus dem bereits fertigen Rahmen gefallen? Wir werden es wohl nie erfahren...

Frühmorgens am 1.Juli überraschte mich der Jahreskalender mit diesem Bild, das zu mehreren Sync-Artikeln führte.


Der rote Mond war während des ganzen Juli präsent, der dann am Monatsende in ein weitergehendes Muster überführte.

Spätabends am 31.Juli, direkt als zeitliches Gegenstück zum Morgen des 1.Juli, schaute ich aus spontaner Eingebung heraus eine Dokumentation über Rudolf Steiner an, dem Begründer der Anthroposophie.


Die Anthroposophie ist eine spirituelle Weltanschauung, abgeleitet von anthropos - Mensch, und sophia - Weisheit.


  Dazu kurz Rudolf Steiner selbst, was sagt er über die Anthroposophie?

 

  Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte.

 

Was sagen andere über Rudolf Steiner?

 In Rudolf Steiner begegnete ich einem Mann, dem vom Schicksal die Mission zugeteilt wurde, Millionen Menschen Wegweiser zu werden. (Stefan Zweig, Schriftsteller) 

 

Die eigentliche, im höchsten Menschensinne schöpferische Tätigkeit Rudolf Steiners wird erst der Historiker enthüllen, der die Geschichte dieses erhabenen Lebens zu schreiben berufen sein wird. Dann wird mit Erstaunen wahrgenommen werden, was da in der Stille für den Menschen als solchen überhaupt geschieht und geschehen ist, und welchen unersetzlichen Rückhalt und Stützpunkt ihm die Lebensarbeit dieses Geistes gegeben hat, während das Jahrhundert noch immer weiter in die furchtbare Wüste des Materialismus hineineilt. (Christian Morgenstern, Dichter und Schriftsteller)

 

 Ich verdanke diesem hervorragenden Geiste und seinem unglaublich ausgebreiteten Wissen eine Fülle von Gedanken und Anregungen auf philosophischem Gebiet. Besonders lehrte er mich Goethe in einer ganz neuen Weise kennen. Von dem naturwissenschaftlichen Propheten im Dichter hatte ich bisher noch nichts gewusst. (Gabriele Reuter, Schriftstellerin)

 

Wann immer der Name Rudolf Steiner auftaucht, erhellt ein Licht die Dunkelheit. (Mars Fox, Sync-Enthusiast)

 

Wie aus obigem Zitat zu entnehmen ist, ist es Rudolf Steiner zu verdanken, daß der Naturwissenschaftler Goethe nicht vergessen wurde.

Der Sitz der Anthroposophischen Gesellschaft liegt in der Schweiz, in Dornach. 

Es trägt zu Ehren Goethes den Namen Goetheanum.

Die besagte Filmdokumentation brachte einige mir bislang unbekannte Einblicke in das Goetheanum.

 Meine besondere Beachtung fand in der Dokumentation das Glasfenster, das sich über dem Eingang des Goetheanum befindet.

 

 

 Im Goetheanum, das Fenster offenbart sich leuchtend rot.

 
 
 
 Und spontan knüpften sich Verbindungen zum roten Mond.
 

 
Das rote Glasfenster führt zu weiteren farbigen Glasfenstern und somit direkt ins Zentrum des Goetheanum. Und hier im Allerheiligsten ist sie auch schon wieder, die Zauberorgel, Sphärenmusik!

 

 Beachtenswert ist die Form der Orgel, die dem roten Glasfenster ähnelt.

Was hat es mit den farbigen Glasfenstern auf sich?

Die Motive der neun Glasfenster des Goetheanum schildern, ausgehend vom roten Westfenster, einen Einweihungsweg, der durch die ganze mikro- und makrokosmische Welt bis hin zur Erkenntnis des Christus führt.  Quelle Anthrowiki

 

Das rote Fenster ist also der Beginn eines spirituellen Erkenntnisweges, so wie es auch der Jakobsweg einst war, auf dem man alle Elemente der Natur durchlebte und am Ende Jesus Christus wartete.

 Die obigen Bilder zeigen das heutige, das zweite Goetheanum.

Das erste Goetheanum wurde 1923 durch einen Brand zerstört. Ein Bild aus dem Jahre 1920 zeigt, wie futuristisch das Ganze war.

 

Der Ort, an dem das Goetheanum steht, ist der sogenannte Bluthügel. Dort tobte am 22.Juli 1499 die Schlacht von Dornach, bei der sich die Schweizer Eidgenossen vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation frei machten. Ein sehr geschichtsträchtiger Ort.

Ein historischer (hier nachcolorierter) Holzschnitt zeigt diese Schlacht von Dornach, Vögel kreisen über der Burg Dornach, und ähnelt der Darstellung des Neuen Jerusalem von Albrecht Dürer.


Das rote Glasfenster hinterließ bei mir bleibenden Eindruck, so daß ich ganz gespannt war, ob und wann das nächste Mal wieder ein solches auftaucht.

Und es sollte nicht allzu lange dauern...

Eine Reise wenige Wochen später führte ins Rheinland nach Bingen, wo vor knapp 1000 Jahren die große Hildegard von Bingen vieles in Bewegung versetzte und buchstäblich keinen Stein auf dem anderen ließ, um ihr Wirken auf allerkürzeste Weise bildhaft zu beschreiben.

Auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft stieß ich dabei auf das malerische Städtchen Bacharach, das zwischen Bingen und dem sagenumwobenen Loreleyfelsen am Rhein liegt. Beim Anblick der Wernerkapelle (rechts im Bild) spürte ich sofort etwas Anziehendes und fühlte mich in eine andere Welt versetzt.

 

 Gesehen, gebucht und gereist.

Obwohl im Mittelalter als kirchliches Bauwerk entstanden, wirkt die gotische Ruine zeitlos und universell, wie die Bilder erahnen lassen.



 

Während ich die Kapelle vom Rheinufer aus zum ersten Mal selbst fotografierte...


...zog gleichzeitig neben mir auf dem Rhein dieses historische Schaufelradschiff vorüber.

 

Es ist Goethe!

 Die Passagiere erblicken die Wernerkapelle, entschwinden mit ihr, wie auch ich, für Augenblicke in eine andere Welt.

Während der Sommersaison fährt Goethe hier jeden Tag vorbei, das ist erkenntnisreich, doch dazu später mehr, jetzt ruft die Kapelle!

 

Unten an der Treppe hinauf zur Kapelle trifft man auf ein Schild mit lyrischen Gedanken und Gedichten, wie eigentlich überall auf den verschlungenen Wegen in Bacharach.


Hier neben der Himmelstreppe liest man Gedanken von Heinrich Heine, einen Vierzeiler aus seinem Werk Deutschland. Ein Wintermärchen.

Der Auszug aus dem 1.Kapitel mit den besagten Strophen lautet:

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.
 

Heine erzählt hier also vom Errichten des Himmelreichs auf Erden!


Das gotische Meisterstück aus der Nähe. Und wie bei allen gotischen Bauten strebt der Blick unweigerlich nach oben!

 Sync!

Eine Infotafel kündet von einer Kunstaktion, bei der ein rotes Glasfenster installiert wurde.

 

Von 2007 bis 2010 war das rote Fenster ein Teil der Wernerkapelle.



Auf das Fensterglas gedruckt ist das 1. Kapitel von Heinrich Heines Erzählung Der Rabbi von Bacharach.

 

Während also dieses Fenster mit Heines Worten geradewegs in das Reich der Dichter und Denker führt, ist das rote Goetheanum-Fenster der Beginn eines Erkenntnisweges.

Beide Bauwerke ragen also tief in die geistige Welt hinein!

Und eine weitere Parallele der beiden Bauwerke fällt auf.

Genau wie das zweite Goetheanum ist die Wernerkapelle nicht das erste Bauwerk dort oben zwischen den Weinbergen. Vor ihr stand dort eine kleinere, dem Heiligen Kunibert geweihte Kapelle. Dort begrub man im Jahre 1287 einen ermordeten Knaben namens Werner, dessen Mord man den Juden in die Schuhe schob. Daraus entwickelte sich eine intensive Judenverfolgung mit viel Blutvergießen. Das Grab des Werners wurde aufgrund vieler dortiger Wundererscheinungen und Spontanheilungen zu einem rege besuchten Wallfahrtsort. Mit Spenden der Wallfahrer wurde dort dann die Wernerkapelle als gotisches Meisterwerk errichtet, die im 17. Jahrhundert zerstört und zur Ruine wurde. 

Heinrich Heine verarbeitete diese Geschichte im Rabbi von Bacharach.

Und erst als Ruine, von mythischem Hauch umwoben, entwickelte sich die Kapelle zu einem häufigen Motiv für Künstler. Die Kapelle ist vermutlich ein entscheidendes Initial für die sogenannte Rheinromantik, die phantastische Kunstwerke hervorbrachte, die von einer Welt jenseits der sichtbaren Realität künden.

Als geistiger Vorläufer der Rheinromantik dienten aber auch die Reiseberichte eines Johann Wolfgang von Goethe. Er begann die Natur zu beschreiben wie kein anderer vor ihm, weil er eben eine besondere Beziehung zu Natura hatte.

Wenden wir uns nun dem Raddampfer Goethe zu. Passenderweise zeigt ja auch obiges Kalenderbild des roten Mondes im Vordergrund ein Schiff.

Wie bereits angedeutet, Goethe fährt jeden Tag der Sommersaison an der Wernerkapelle vorbei und gewährt den Reisenden Zugang in die zeitlose Welt der Rheinromantik.

Der Raddampfer Goethe, kurz nach seinem Stapellauf am 22.Juli 1913, als er seiner Bestimmung dem Rhein übergeben wird.

  Am 22.Juli jährt sich auch die Schlacht von Dornach. Das folgende Bild zeigt Rudolf Steiner mit seinem erdachten Entwurf des ersten Goetheanums.

 Der Grundstein dazu wurde im Jahre 1913 gelegt.

Das Goetheanum enstand also genau zur selben Zeit wie das Schiff Goethe. Und wie das Goetheanum wurde auch der Raddampfer Goethe nahezu komplett zerstört und anschließend neu aufgebaut. Gegen Ende des 2.Weltkrieges wurde das Schiff durch einen Tieffliegerangriff schwer getroffen und sank. Dabei verloren über 20 Menschen ihr Leben. Krieg, Blutvergießen. Das Böse auf Erden.

Die Zeit verging und Goethe lag auf dem Grund des Rheins, wie das sagenumwobene Rheingold. Erst Jahre später wurde Goethe aus dem Rhein gehoben, komplett überarbeitet und saniert. In unseren Tagen bereist man mit Goethe eine der schönsten Landschaften Deutschlands und gewährt Einblicke in eine andere Ebene der Welt. Der Himmel auf Erden. 

 Der Rhein, auch Vater Rhein genannt, ist die geistige und spirituelle Lebensader Deutschlands. Ich deute es als gutes Zeichen, wenn Goethe nach einigen Schicksalsschlägen heute immer noch da ist und seine Runden auf dem Rhein zieht.

Wie die oben zitierte Dame war auch ich sehr überrascht, daß im Menschen Goethe neben dem Dichter auch ein Naturforscher lebte. Und von dem man in der Schule so rein gar nichts erfährt.

Durch Studium von Rosenkreuzertum und alchemistischem Gedankengut entwickelte Goethe früh eine holistische Weltanschauung und mittels einer wohl aussersinnlichen Wahrnehmung konnte er unsichtbare Vorgänge in der Natur erkennen und benennen (wie viele der erdverbundenen Kulturen). So entdeckte Goethe die Urpflanze, sozusagen die Blaupause aus der sich alle Pflanzen heraus entwickeln. 
Goethes Farbenlehre macht das Leben bunter als die heutige Lichtlehre von Isaac Newton und zieht zudem den Beobachter mit ein, wie es auch die Quantenphysik lehrt.
 
 Wär nicht das Auge sonnenhaft,
die Sonne könnt es nie erblicken.
Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
wie könnt uns Göttliches entzücken?
 

Visionär Goethe, 1828 über die Kindererziehung. Ähnliches geschah in 2021:
 
Als neulich Schnee lag und meine Nachbarskinder ihre kleinen Schlitten auf der Straße ausprobieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe, und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten. Jetzt, wo die Frühlingssonne sie aus den Häusern lockt und sie mit ihresgleichen vor ihren Türen gerne ein Spielchen machten, sehe ich sie immer geniert, als wären sie nicht sicher und als fürchteten sie das Herannahen irgendeines polizeilichen Machthabers. Es darf kein Bube mit der Peitsche knallen oder singen oder rufen, sogleich ist die Polizei da, es ihm zu verbieten. Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, so daß am Ende nichts übrigbleibt als der Philister.

Goethe machte bei seinen Forschungen auch Bekanntschaft mit dem bis heute vorherrschenden Phänomen der Wissenschaftsgläubigkeit, die mehr an Religion und Fanatismus erinnert als an Forscher- und Pioniergeist.
Hochspannend wäre es, in der Gegenwart einen Goethe im Diskurs mit sogenannten Wissenschaftlern und Experten zu erleben. Das Donnern und Grollen Goethes über die heute üblichen Methoden der Wissenschaft wäre wohl weltweit zu vernehmen, eine wahrlich lebendige Donnerorgel wäre zu hören!
 
Folgende Zeilen spiegeln Goethes Weltsicht wieder:
 
 „Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen - unvermögend aus ihr herauszutreten, und unvermögend tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen. Sie schafft ewig neue Gestalten, was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder - alles ist neu, und doch immer das Alte. Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie.“ 
 
Goethe sah die Natur als atmendes, lebendiges und beseeltes Wesen.
 
 
 Goethes Epirrhema, 1827

Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten;
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen:
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis.

Freuet euch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles:
Kein Lebendiges ist ein Eins,
Immer ist's ein Vieles.
 
 
Dies ist nur ein Bruchteil der Naturbeobachtungen Goethes und sollen einladen, tiefer einzutauchen. Die Zeit dazu ist gekommen.

Goethes Weltanschauung, Goetheanismus genannt, bildet das Fundament der Anthroposophie.
Ohne Goethe gäbe es wohl keine Geisteswissenschaft, bzw. nicht in dieser Art und Weise.
Ohne Rudolf Steiner wiederum wäre jedoch das geistige Erbe Goethes relativ unbekannt und wäre verloren gegangen.
Die Anthroposophie sieht ja den Menschen ebenso als geistig spirituelles Wesen.
Dies ist geradezu das Gegenteil des in der Erdepoche vorherrschenden Materialismus, der dem Menschen Geist und Seele absprechen möchte. 
 
Der Materialismus kam genau zum Beginn der Erdepoche in die Welt, just zur Zeit Goethes und Mozarts. 
 Es ist sehr spannend, daß sich diese beiden nun auch am Anfang der Luftepoche so deutlich zeigen.
 
Der Materialismus verbreitete sich seitdem mit wahrlich exponentiellem Wachstum, ähnlich der heutigen Geldvermehrung.

Die Materialisten markierten während der Erdepoche ihre weltweiten Machtzentren mit aufrechstehenden Obelisken. Wie das Bild zeigt, in deutlichem Übermaß!

 

Ho Anthropos, die griechische Bezeichnung für den Menschen, bedeutet der Aufgerichtete, der aufrecht gehende Mensch.

Weiter ausgeführt bedeutet es der nach oben Blickende und der nach oben Strebende, völlig ident mit der Qualität der gotischen Meisterwerke.

Es ist die Natur des Menschen, nach oben zu blicken. Dem Blick folgt die Aufmerksamkeit nach oben in den Himmel, hin zum Geistigen. Aufmerksamkeit wird Realität. Der Himmel auf Erden entsteht.

Das ist die Natur des Menschen. Man stelle sich der Natur lieber nicht in den Weg. Das nimmt meist kein gutes Ende. Besser man reiche Natura die Hand und ließe sich von ihr führen.

 Auch Goethe und seine Weltanschauung führen auf einen guten Weg und immer mehr Forscher werden auf ihn aufmerksam und lassen sich von ihm inspirieren.

Zwei aktuelle Bücher für die breite Bevölkerung zeigen, daß der Bewusstseinswandel läuft.

 

Während all meiner Nachforschungen tauchte immer wieder folgendes Bild auf,
Goethe in der Campagna.

 

Goethe verweilt bei den antiken Überresten verganener Epochen.

Wie man aus Bildbeschreibungen erfahren kann, ruht Goethe hier auf einem umgestürzten Obelisken! Goethe zeigt mit dem Finger deutlich auf ihn.

Goethes Geist wartet darauf wiederentdeckt zu werden. Er überdauert die Zeit und ist immer noch da, wenn der Materialismus (der Obelisk) stürzt.

Was dieser jetzt gerade tut.

Dieser Analogie folgend dürfte auch Goethes Geist wiederkehren.

Immer mehr Menschen wenden sich unseren Tagen der Anthroposophie zu, entdecken dort Goethes Geist, aber eben auch die Antworten auf ihre brennendsten tiefsten Fragen, die der Materialismus niemals beantworten kann, weil dieser ausser Stande ist diese Fragen überhaupt zu erfassen.

Spannenderweise gibt auch der von Rudolf Steiner geschaute Weltenplan die große Kunde vom Himmel, der auf Erden errichtet wird. Dasselbe wird via Sync immer wieder in aller Deutlichkeit mitgeteilt.

Goethe wäre dem Phänomen Sync durchaus zugetan gewesen und war es vielleicht auch. Mehr noch! Er war wohl auf seine Art und Weise ein Meister darin!

 

 nichts im Übermaß! 

 

Pythia ruft! Und mahnt zur Bescheidenheit! Also folge ich demütig Pythias und Naturas Rufen, um ein Übermaß an Zeilen nicht zu strapazieren, und fertige geschwind und gut durchdacht die finalen geistigen Pinselstriche. 

So hoffe ich, lieber Leser, zeigt sich aus all dem hier Präsentierten ein Bild in Dir, in dem du Dich selbst erkennen kannst. Es oblag dabei an mir, mit meinem hier Gezeichneten wiederum den Rahmen für Dein eigenes Bild zu setzen. Um Deine Aufmerksamkeit und Deine Gedanken einzufangen, zu einem Bild zu verdichten, und so greifbar und anschaulich zu werden.

Für ein einzigartiges Bild, jedoch gemalt und entstanden ganz durch Dich und aus Dir selbst heraus.

So einzigartig, wie Du es bist.

 

 Du bist!

 

 Dies ist die dritte Weisheit, die in Delphi zu vernehmen war.


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 Wie bei einem Kunstwerk üblich, so wird auch dieses hier erst durch eine entsprechende Signatur komplett.

Dieses übernimmt hier eine gerne zitierte Weisheit des brasilianischen Schriftstellers Fernando Sabino, in diesem Falle jedoch dem Gesamtkunstwerke angepasst. Der gute Fernando möge mir verzeihen.

 

Am Ende wird alles Goethe.

Und wenn nicht alles Goethe ist, ist es auch noch nicht das Ende.